Starkes Übergewicht (Adipositas) ist eine chronische Erkrankung mit erheblichen Folgen für Gesundheit und Lebensqualität. Wenn Ernährungsumstellung, Bewegung und konservative Therapie nicht zum Ziel führen, kann ein chirurgischer Eingriff eine wirksame Option sein.
Die bariatrische Chirurgie ist immer Teil eines Gesamtkonzepts. Voraussetzung sind eine sorgfältige Abklärung, eine ausführliche Beratung und eine langfristige Begleitung. In der Ordination informiere ich Sie über die Möglichkeiten und prüfe gemeinsam mit Ihnen, ob ein Eingriff für Sie infrage kommt.
Von Adipositas spricht man bei einem deutlich erhöhten Körpergewicht, das anhand des Body-Mass-Index eingeteilt wird. Adipositas ist keine Frage mangelnder Disziplin, sondern eine komplexe Erkrankung mit hormonellen, genetischen und psychosozialen Einflüssen. Sie erhöht das Risiko für Diabetes, Bluthochdruck, Gelenkbeschwerden und weitere Erkrankungen.
Vor einer Operation steht eine umfassende Abklärung: Erhebung der Krankengeschichte, der bisherigen Therapieversuche, der Begleiterkrankungen und der Ess- und Lebensgewohnheiten. Ein chirurgischer Eingriff kommt erst infrage, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind und konservative Maßnahmen ausgeschöpft wurden.
Die bariatrische Chirurgie kann helfen, dauerhaft Gewicht zu reduzieren und Begleiterkrankungen zu verbessern. Sie ersetzt jedoch nicht die Umstellung von Ernährung und Lebensstil, sondern unterstützt sie. Eine lebenslange Nachsorge, auch in Bezug auf Vitamine und Nährstoffe, ist Teil der Behandlung.
Beim Magenbypass wird ein kleiner Magenvorbau gebildet und der Dünndarm so umgeleitet, dass ein Teil der Nahrungsverwertung umgangen wird. Die Nahrungsmenge, die aufgenommen werden kann, wird reduziert, zugleich verändern sich Sättigungs- und Stoffwechselsignale.
Ob ein Magenbypass geeignet ist, hängt vom Ausmaß des Übergewichts, von den Begleiterkrankungen und von individuellen Faktoren ab. Dies wird in der Beratung und im Rahmen der Voruntersuchungen geklärt.
Der Eingriff wird minimal-invasiv durchgeführt. Er führt bei vielen Patient:innen zu einer deutlichen und anhaltenden Gewichtsabnahme und kann Begleiterkrankungen wie einen Typ-2-Diabetes günstig beeinflussen. Voraussetzung für den Erfolg ist die konsequente Mitarbeit und die regelmäßige Nachsorge.
Beim Schlauchmagen wird ein großer Teil des Magens entfernt, sodass ein schmaler, schlauchförmiger Magen zurückbleibt. Das Fassungsvermögen wird verringert, und es kommt zu einer früheren Sättigung.
Auch hier entscheidet eine sorgfältige Abklärung, ob das Verfahren geeignet ist. Die Wahl zwischen Schlauchmagen und Magenbypass wird individuell und gemeinsam getroffen.
Der Schlauchmagen wird minimal-invasiv angelegt. Er ermöglicht eine wirksame Gewichtsreduktion. Wie bei jedem bariatrischen Eingriff sind die dauerhafte Ernährungsumstellung und die regelmäßige Nachsorge entscheidend für den langfristigen Erfolg.
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